Donnerstag, Dezember 21, 2006

Keiner ist verlassen und verloren

Stern und Engel, Hirten und die Weisen
Künden uns das Grosse, das geschah.
Und wir loben, danken und wir preisen,
Gott ist nah!

Weg von Trauer, Jammer und Beschwerde
Wenden wir das schmerzliche Gesicht,
Brüder, über alle Nacht der Erde
Es ist Licht!

Keiner ist verlassen und verloren,
Wer da glaubt, weil seine Hand ihn hält,
Der Erretter ist für uns geboren!
Trost der Welt.

Von Heinz und Fini erhalten auf Weihnachten 2006

Mittwoch, Mai 31, 2006

Morgen, Abend, jeder Tag

Gott du hast Zeit
und Raum geschaffen
und stellst uns Menschen in diese Welt

jeder Morgen von dir geschenkt
vor uns ein neuer Tag
voll Bangen und Lust
Grenze und Möglichkeit

lass mich jeden Tag neu
in seiner Einmaligkeit erleben
achtsam sorgsam
für das Kleine sein

jeder Abend geschenkter Tag
vor uns die Nacht
lassen und spüren
sich ängstigen und ausruhen

lass mich jeden Abend neu
die Endlichkeit erahnen
mein Tun und Sein in deine Hände geben
lös mich aus meinen Verstrickungen

lass mich wachsam sein
für die Einmaligkeit meiner Tage
lehre mich jeden Tag zu zählen
lehre mich die Kostbarkeit des Lebens

Andrea Schwarz

Samstag, Mai 27, 2006

Leben

ein Weg mit Licht und Schatten,
mit einem Woher,
mit einem Wohin.

Gemeinsam
sind wir unterwegs
gemeinsam
wollen wir ankommen.

Gehen wir noch gemeinsam,
wenn die Schatten
länger und länger werden,
wenn die Ängste wachsen?

Mit dir will ich erspüren,
was hinter allem liegt -
gemeinsam geben wir
den Schritten einen Sinn.

Gerd Friebe

Sonntag, Mai 21, 2006

Aussaat und Ernte

Die in Tränen säen,
sie werden ernten in Freude.
Weinend gehen sie dahin,
sie gehen und streuen den Samen.
Doch kommen sie wieder mit Jauchzen,
sie kommen und bringen ein
ihre Garben.

Weisheit der Bibel

Ein froher Morgen weckt mich wieder


Zu dieses Lebens Sorgen
der neuen Tagespflicht,
weckt mich der junge Morgen
allein ich zage nicht.
Des guten Vaters Treue,
die mich im Schlaf bedeckte,
dass mich kein Unfall schreckte,
erwacht mit ihm aufs neu'.

Preis dir, du Gott der Gnade!
O, leite mich, dein Kind!
Auch heut' auf solche Pfade
die dir gefällig sind!
Gib mir Gelegenheit,
viel Gutes auszurichten,
und zu den schwersten Pflichten
gib Mut und Freudigkeit!

Willst du mir Leiden schicken,
so lind're meinen Schmerz!
Soll mich ein Gut beglücken,
gib mir ein dankbar Herz!
Soll meine Lebenszeit -
stets sei es dir zu Ehren
und mir zur Seligkeit. -

Ehem. Zürcher Gesangbuch

Freitag, Mai 19, 2006

Das Rad steht still

Ich glaube an die Ewigkeit Gottes,die in unserer Zeit,
in meine Zeit
hineingekommen ist.

Unter dem ermüdenden Auf und Ab der Zeit
wächst schon heimlich
das Leben,
das keinen Tod mehr kennt.

Er ist schon da,
er ist schon in mir,
eben dadurch, dass ich glaube.
Wie wenig muss ich tun,
damit das Rad von Geburt und Tod
in der wahren Wirklichkeit
stille steht.


Karl Rahner

Dienstag, Mai 16, 2006

Herr Gott, ich preise dich


Gott, ich preise dich um deiner Werke Pracht,
vor allem der goldenen Sterne willen, die Du gemacht.
Schön ist meine königliche Schwester,
gibt Morgenrot und Mittagshelligkeit.
Kein anderes Geschöpf zu Deinen Ehren spricht lauter mir.

Ich preise Dich des Bruder Mondes und der Sterne willen.
Sie verklären meiner Nächte Dunkel, und Frieden trinkt das Herz.
Blick ich empor, löst freundlich ihr Gefunkel mir jeden Schmerz.
Ich schau das Bild der Ewigkeiten im Sonnenschein,
und nimmer kann im Wandel ich den Zeiten ganz ungetröstet sein.

Ich preise dich um der Luft, der holden Schwester willen.
Sie tränkt mit Lebensodem meine Glieder im Sommerwind.
Sie trägt die Wolken über alle Länder und lässt die Regen
träufeln, Segensspender, zur Erde hin.

Ich preise dich und des Feuers, meines Bruders willen.
Schön und stark weiß er die Erze zu bändigen mit roter Glut,
demütig, milde leuchtet mir die Kerze, in treuer Hut.

Ich preise dich um des Wassers, meiner Schwester willen.
Sie ist keusch und aufrichtig von Herzen, und alles Schöne
nimmt sie freudig auf.

Herr Gott, ich preise dich vor allem um der Mutter Erde willen,
den schöngegürtet, ewig-wunderbaren, die Kräuter, Busch und Baum,
die Tiere schuf, vom kleinsten unsichtbaren bis zu den Riesen
tief im Meeresraum, und die uns trägt und nährt.

hl. Franziskus von Assisi

Samstag, Mai 13, 2006

Muttertag


Die vielen Falten in deinem Gesicht,
ich weiß woher sie kommen,
du sorgtest immer dich um mich,
nie hab ich's ernst genommen.

Dein Rücken ist auch krumm geworden.
Du musstest so viel tragen,
du nahmst so manche Last von mir
in Kinder- und auch Jugendtagen

Nun leg ich meinen Arm und dich,
versprech ich werde dich beschützen.
Bis in das hohe Alter will ich jetzt
dich immer unterstützen.

Du schaust mich an, du glaubst mir nicht,
doch deine Augen strahlen.
Du weißt, der Wille ist wohl da,
wie in den Kindertagen.

Sigrun Graum

Muttertag - ein besonderer Tag

Hier wird die Mutter zum Helden erklärt,
Weil sie sich hat wieder ein Jahr lang bewährt.
Ein Jahr wiederum hat sich keiner geschert.
Wenn sie flickt, wenn sie kocht, wenn sie kehrt.
Unter jeder verkennt ihren wahren Wert,
wenn sie die Hauptstraße überquert
mit der Einkaufstasche, die ihr das Leben erschwert -
noch ist sie ja unversehrt.
Und kommt es mal vor, dass sie sich beschwert
und gegen das Unrecht sich erwehrt,
so bleibt sie doch meistens ungehört.
Nur am Muttertag ist alles umgekehrt:
da wird sie begehrt und wird sie verehrt -
doch nicht lang, dann muss sie zurück an den Herd!

Carsten Schmidt

Mittwoch, Mai 10, 2006

Die Flügel lahm

Die Flügel lahm
und die Arme schlaff am Körper

Die Freude fort
und die Lust schon längst verflogen

So fühle ich mich
So bin ich heute

Gott

Lass mich fliegen vor Lust
und die Arme in den Himmel werfen vor Freude

Anton Rotzetter


Dienstag, Mai 02, 2006

MORGENLIED



Das Morgenblau ist aufgewacht
und hat uns Schläfer wachgemacht,
schon blinzelt goldner Sonnenschein
voll Freude in den Tag hinein.

Die Sänger trillern fern und nah,
all ihre Lebenslust ist da,
bis hin zum kleinsten Vögelein
wolln sie von GOTT vernommen sein.

ER dirigiert den neuen Tag
und alles, was da kommen mag,
was zugedacht dem Erdenland,
bis es umschlingt des Himmels Band.

OSTERN

Jesus Christus
Mit Dir will ich aufstehen

gegen Not und Tod
gegen Folter und Leiden
gegen Armut und Elend
gegen Hass und Terror
gegen Zweifel und Resignation
gegen Unterdrückung und Zwang

Mit Dir will ich aufstehen
gegen alles, was das Leben behindert

Mit Dir will ich einstehen
für alles, was das Leben fördert

Sei du mit mir
damit ich aufstehe mit Dir

Anton Rotzetter

Mittwoch, April 19, 2006

Auch wenn die Zeiten hart sind...












Möge die Härte dein Herz
niemals in Stein verwandeln,
wenn die Zeiten auch hart sind.
Mögest du niemals vergessen,
auch wenn dich Schatten umgeben:
Du gehst nicht allein.

Irischer Segenswunsch

Ich wünsch dir einen Engel!

Ich wünsch dir einen Engel,
der dich tröstet, wenn du traurig bist.
Der um deine Einsamkeit weiß,
zu dir kommt und dich aushält.
Der dich versteht und dir zuhört.
Der mit dir redet, wenn es nötig ist,
aber auch im richtigen Augenblick
schweigen kann.
Der dich in seine Arme nimmt,
dessen Wärme dir einfach gut tut.
Der dir die Gewissheit gibt,
geliebt zu sein.
Der dich fühlen lässt,
von Engelsflügeln umgeben zu sein -
Hoffnung wächst ganz zaghaft.

Gisela Zimmermann

Montag, April 17, 2006

Die Heilige Woche


Kreuze an meinem Weg
Menschen,
gebeugt unter der Last ihres
Kreuzes,
begegnen mir.
Ihre Bitte an mich:
Hilf mir tragen!
Ich? Warum gerade ich?

Menschen
fallen unter ihren Kreuzen.
Sie rufen mich,
ihnen aufzuhelfen.
Ich zögere, will mich
raushalten,
suche Ausreden.

Menschen
zerbrechen an ihrem Kreuz.
Ich war nicht da,
schäme mich meiner
Schwachheit,
leide an meinem Versagen.

Ich trage am Kreuz
meiner Schwachheit,
meiner Unentschlossenheit,
meiner Feigheit,
meines Versagens.

DU hilfst mir tragen,
richtest mich auf,
wenn ich falle
und heilst,
was zerbrochen ist.

Gisela Baltes

Dienstag, April 11, 2006

Friedenswunsch


Dass ich Liebe bringe,
wo man sich hasst.

Dass ich Versöhnung bringe,
wo man sich kränkt.

Dass ich Einigkeit bringe,
wo Zwietracht ist.

Dass ich Hoffnung bringe,
wo Verzweiflung droht....

hl. Franz von Assisi

Mittwoch, April 05, 2006

Mut und Hoffnung

Kraft zum Unterwegsein
wünsche ich dir;
Gottes Bestärkung in deinem Leben.

Mut zur Hoffnung
wünsche ich dir;
Gottes Licht in deinem Leben.

Vertrauen zum Miteinander
wünsche ich dir;
Gottes Verheißung, sein Volk zu sein.

Begeisterung und Aufbruch
wünsche ich uns;
Gottes Wegbegleitung und Segen.

Pierre Stutz

Freitag, März 31, 2006

Vertrauen


In dem Augenblick,
da ich Gott die Hand gab
und ja zu ihm sagte,
wurde mir der Sinn
des Lebens klar.

Dag Hammarskjöld

Dienstag, März 28, 2006

Bete nur, betrübtes Herz!

Bete nur, betrübtes Herz!
Gott wird deine Wunden lindern;
Gottes Herz ist nicht aus Erz,
treulich meint's mit seinen Kindern
er, der Vater, immerdar,
Hilfe schickt er in Gefahr.

Bete nur, betrübtes Herz!
So wirst du ein Herz dir fassen.
Trägst allein du deinen Schmerz,
bist von Freunden du verlassen;
spricht doch Gott dir freundlich zu,
suchst bei ihm du deine Ruh.

Bete nur, betrübtes Herz!
Will der Erde Grund dir wanken,
o, so schicke himmelwärts
die verzagenden Gedanken!
Wenn dich auch die Welt verlässt,
steht noch Gottes Liebe fest.

Bete nur, betrübtes Herz!
Lass den Sturm rings um dich toben!
Siehet Wolken nur dein Schmerz,
Licht doch immer bleibt's dort oben;
und der Sturm, eh' du's gedacht,
er vertreibt der Wolken Nacht.

Bete nur, betrübtes Herz!
Will sich deine Not nicht wenden,
wird dir leichter doch der Schmerz,
und dein Klagen wird sich enden;
denn dich stärket Gottes Huld,
gibt zur Hoffnung dir Geduld.

Bete nur, betrübtes Herz!
Sieh am Ölberg Christus ringen -
nieder fiel er - himmelwärts
ließ er seinen Seufzer dringen -
froh und freudig stand er auf,
mit Geduld zum Siegeslauf.

Bete nur, betrübtes Herz!
So wirst du dein Herz bezwingen;
Beten gibt Geduld im Schmerz,
so wird dir dein Kampf gelingen;
wer geduldig, ist ein Held,
er besiegt sich und die Welt.

Bete nur, betrübtes Herz!
Hoffnung sieht das Ziel der Plagen.
Bete nur in deinem Schmerz!
Tägliche Huld wird fröhlich tragen,
klagst du nun noch über Schmerz? -
bete nur, betrübtes Herz!

Zille

Freitag, März 24, 2006

Schale sein

Den Tag verankern
in der Stille
dieses Morgens

mit jedem Atemzug

den Tag annehmen
dankbar
wie ein Geschenk

Schale sein

Bruno Dörig