Mittwoch, Januar 03, 2007
Gebet zum Jahreswechsel
Unser Leben ist im Jahr 2006 an Erfahrungen reicher geworden:
an beglückenden und schmerzhaften,
an versöhnlichen und trennenden, an hellen und dunklen.
Lass uns diese Erfahrungen annehmen
und hilf uns, mit dem Vergangenen in rechter Weise umzugehen,
damit sich das Zukünftige entfalten kann.
Gib uns die Fähigkeit, uns zu erinnern,
damit aus dem Schönen Dankbarkeit wächst
und das Schwere uns nicht in die Verzweiflung treibt.
Gib uns Mut, uns nach vorne zu wenden
und das Leben zu öffnen,
so wie Du es für uns gedacht hast.
Gott, in Dir sind und bleiben wir geborgen.
Du hast uns sicher bis hierher geführt;
das ist Grund genug, Dir von Herzen zu danken –
heute und jeden Tag im neuen Jahr. Amen.
Von Heinz H. erhalten am 3.1.2007
Montag, Januar 01, 2007
Zum Jahresbeginn
freue dich an dieser Welt!
Jedes Ding ist eine Hülle,
die noch Höheres enthält.
Schön ist auch, was scheinbar hässlich,
gross ist alles, was da klein;
das Geringe unermesslich,
das Gewohnte ungemein.
Sage ja zu deinem Leben,
ja zu allem, was da kommt!
Alles ist in Huld gegeben,
und das widrige dir frommt.
Alles stammt aus Vaterhänden,
darum mache es dich froh.
Ob wir leben oder enden –
Laus et honor Domino!
(Lob und Ehre sei dem Herrn!)
Von Heinz H. erhalten am 1.1.2007
Donnerstag, Dezember 21, 2006
Keiner ist verlassen und verloren
Künden uns das Grosse, das geschah.
Und wir loben, danken und wir preisen,
Gott ist nah!
Weg von Trauer, Jammer und Beschwerde
Wenden wir das schmerzliche Gesicht,
Brüder, über alle Nacht der Erde
Es ist Licht!
Keiner ist verlassen und verloren,
Wer da glaubt, weil seine Hand ihn hält,
Der Erretter ist für uns geboren!
Trost der Welt.
Von Heinz und Fini erhalten auf Weihnachten 2006
Mittwoch, Mai 31, 2006
Morgen, Abend, jeder Tag
Gott du hast Zeitund Raum geschaffen
und stellst uns Menschen in diese Welt
jeder Morgen von dir geschenkt
vor uns ein neuer Tag
voll Bangen und Lust
Grenze und Möglichkeit
lass mich jeden Tag neu
in seiner Einmaligkeit erleben
achtsam sorgsam
für das Kleine sein
jeder Abend geschenkter Tag
vor uns die Nacht
lassen und spüren
sich ängstigen und ausruhen
lass mich jeden Abend neu
die Endlichkeit erahnen
mein Tun und Sein in deine Hände geben
lös mich aus meinen Verstrickungen
lass mich wachsam sein
für die Einmaligkeit meiner Tage
lehre mich jeden Tag zu zählen
lehre mich die Kostbarkeit des Lebens
Andrea Schwarz
Samstag, Mai 27, 2006
Leben
ein Weg mit Licht und Schatten,mit einem Woher,
mit einem Wohin.
Gemeinsam
sind wir unterwegs
gemeinsam
wollen wir ankommen.
Gehen wir noch gemeinsam,
wenn die Schatten
länger und länger werden,
wenn die Ängste wachsen?
Mit dir will ich erspüren,
was hinter allem liegt -
gemeinsam geben wir
den Schritten einen Sinn.
Gerd Friebe
Sonntag, Mai 21, 2006
Aussaat und Ernte
Ein froher Morgen weckt mich wieder

Zu dieses Lebens Sorgen
der neuen Tagespflicht,
weckt mich der junge Morgen
allein ich zage nicht.
Des guten Vaters Treue,
die mich im Schlaf bedeckte,
dass mich kein Unfall schreckte,
erwacht mit ihm aufs neu'.
Preis dir, du Gott der Gnade!
O, leite mich, dein Kind!
Auch heut' auf solche Pfade
die dir gefällig sind!
Gib mir Gelegenheit,
viel Gutes auszurichten,
und zu den schwersten Pflichten
gib Mut und Freudigkeit!
Willst du mir Leiden schicken,
so lind're meinen Schmerz!
Soll mich ein Gut beglücken,
gib mir ein dankbar Herz!
Soll meine Lebenszeit -
stets sei es dir zu Ehren
und mir zur Seligkeit. -
Ehem. Zürcher Gesangbuch
Freitag, Mai 19, 2006
Das Rad steht still
Ich glaube an die Ewigkeit Gottes,die in unserer Zeit,in meine Zeit
hineingekommen ist.
Unter dem ermüdenden Auf und Ab der Zeit
wächst schon heimlich
das Leben,
das keinen Tod mehr kennt.
Er ist schon da,
er ist schon in mir,
eben dadurch, dass ich glaube.
Wie wenig muss ich tun,
damit das Rad von Geburt und Tod
in der wahren Wirklichkeit
stille steht.
Karl Rahner
Dienstag, Mai 16, 2006
Herr Gott, ich preise dich

Gott, ich preise dich um deiner Werke Pracht,
vor allem der goldenen Sterne willen, die Du gemacht.
Schön ist meine königliche Schwester,
gibt Morgenrot und Mittagshelligkeit.
Kein anderes Geschöpf zu Deinen Ehren spricht lauter mir.
Ich preise Dich des Bruder Mondes und der Sterne willen.
Sie verklären meiner Nächte Dunkel, und Frieden trinkt das Herz.
Blick ich empor, löst freundlich ihr Gefunkel mir jeden Schmerz.
Ich schau das Bild der Ewigkeiten im Sonnenschein,
und nimmer kann im Wandel ich den Zeiten ganz ungetröstet sein.
Ich preise dich um der Luft, der holden Schwester willen.
Sie tränkt mit Lebensodem meine Glieder im Sommerwind.
Sie trägt die Wolken über alle Länder und lässt die Regen
träufeln, Segensspender, zur Erde hin.
Ich preise dich und des Feuers, meines Bruders willen.
Schön und stark weiß er die Erze zu bändigen mit roter Glut,
demütig, milde leuchtet mir die Kerze, in treuer Hut.
Ich preise dich um des Wassers, meiner Schwester willen.
Sie ist keusch und aufrichtig von Herzen, und alles Schöne
nimmt sie freudig auf.
Herr Gott, ich preise dich vor allem um der Mutter Erde willen,
den schöngegürtet, ewig-wunderbaren, die Kräuter, Busch und Baum,
die Tiere schuf, vom kleinsten unsichtbaren bis zu den Riesen
tief im Meeresraum, und die uns trägt und nährt.
hl. Franziskus von Assisi
Samstag, Mai 13, 2006
Muttertag

Die vielen Falten in deinem Gesicht,
ich weiß woher sie kommen,
du sorgtest immer dich um mich,
nie hab ich's ernst genommen.
Dein Rücken ist auch krumm geworden.
Du musstest so viel tragen,
du nahmst so manche Last von mir
in Kinder- und auch Jugendtagen
Nun leg ich meinen Arm und dich,
versprech ich werde dich beschützen.
Bis in das hohe Alter will ich jetzt
dich immer unterstützen.
Du schaust mich an, du glaubst mir nicht,
doch deine Augen strahlen.
Du weißt, der Wille ist wohl da,
wie in den Kindertagen.
Sigrun Graum
Muttertag - ein besonderer Tag
Hier wird die Mutter zum Helden erklärt,Ein Jahr wiederum hat sich keiner geschert.
Wenn sie flickt, wenn sie kocht, wenn sie kehrt.
Unter jeder verkennt ihren wahren Wert,
wenn sie die Hauptstraße überquert
mit der Einkaufstasche, die ihr das Leben erschwert -
noch ist sie ja unversehrt.
Und kommt es mal vor, dass sie sich beschwert
und gegen das Unrecht sich erwehrt,
so bleibt sie doch meistens ungehört.
Nur am Muttertag ist alles umgekehrt:
da wird sie begehrt und wird sie verehrt -
doch nicht lang, dann muss sie zurück an den Herd!
Carsten Schmidt
Mittwoch, Mai 10, 2006
Die Flügel lahm
Dienstag, Mai 02, 2006
MORGENLIED

Das Morgenblau ist aufgewacht
und hat uns Schläfer wachgemacht,
schon blinzelt goldner Sonnenschein
voll Freude in den Tag hinein.
Die Sänger trillern fern und nah,
all ihre Lebenslust ist da,
bis hin zum kleinsten Vögelein
wolln sie von GOTT vernommen sein.
ER dirigiert den neuen Tag
und alles, was da kommen mag,
was zugedacht dem Erdenland,
bis es umschlingt des Himmels Band.
OSTERN
Jesus ChristusMit Dir will ich aufstehen
gegen Not und Tod
gegen Folter und Leiden
gegen Armut und Elend
gegen Hass und Terror
gegen Zweifel und Resignation
gegen Unterdrückung und Zwang
Mit Dir will ich aufstehen
gegen alles, was das Leben behindert
Mit Dir will ich einstehen
für alles, was das Leben fördert
Sei du mit mir
damit ich aufstehe mit Dir
Mittwoch, April 19, 2006
Auch wenn die Zeiten hart sind...
Ich wünsch dir einen Engel!
Ich wünsch dir einen Engel,der dich tröstet, wenn du traurig bist.
Der um deine Einsamkeit weiß,
zu dir kommt und dich aushält.
Der dich versteht und dir zuhört.
Der mit dir redet, wenn es nötig ist,
aber auch im richtigen Augenblick
schweigen kann.
Der dich in seine Arme nimmt,
dessen Wärme dir einfach gut tut.
Der dir die Gewissheit gibt,
geliebt zu sein.
Der dich fühlen lässt,
von Engelsflügeln umgeben zu sein -
Hoffnung wächst ganz zaghaft.
Gisela Zimmermann
Montag, April 17, 2006
Die Heilige Woche

Kreuze an meinem Weg
Menschen,
gebeugt unter der Last ihres
Kreuzes,
begegnen mir.
Ihre Bitte an mich:
Hilf mir tragen!
Ich? Warum gerade ich?
Menschen
fallen unter ihren Kreuzen.
Sie rufen mich,
ihnen aufzuhelfen.
Ich zögere, will mich
raushalten,
suche Ausreden.
Menschen
zerbrechen an ihrem Kreuz.
Ich war nicht da,
schäme mich meiner
Schwachheit,
leide an meinem Versagen.
Ich trage am Kreuz
meiner Schwachheit,
meiner Unentschlossenheit,
meiner Feigheit,
meines Versagens.
DU hilfst mir tragen,
richtest mich auf,
wenn ich falle
und heilst,
was zerbrochen ist.
Gisela Baltes






